Datenschutz-Cockpit
Das Cockpit beantwortet drei Fragen an einer Stelle: Was räumt merchantCENTRAL von selbst auf, was wartet auf Ihre Entscheidung, und wie lange werden Marktplatzdaten aufbewahrt.
Dahinter steht eine Trennlinie, die sich durch das ganze Thema zieht:
- Kopien, die die Anwendung für ihre eigene Arbeit angelegt hat, werden ohne Rückfrage bereinigt. Eine Aufbewahrungsfrist ist nichts, was ein Mandant im Kopf behalten sollte.
- Ihre eigenen Stammdaten werden gezählt und erklärt, aber nicht angefasst. Sie entscheiden und Sie starten.
- Gebuchte Belege bleiben unberührt. Immer.
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Über Tell Me → Datenschutz-Cockpit, über die Unterstützte Einrichtung (Datenschutz und Marktplatz-Richtlinien entscheiden) oder über die Zeile Datenschutz-Entscheidungen in der Karte Wartet auf Sie auf dem Dashboard.
Wartet auf Ihre Entscheidung
| Kachel | Was dahintersteckt |
|---|---|
| Kann anonymisiert werden | Debitoren, die ein Marktplatz-Import angelegt hat, deren Frist abgelaufen ist und die keine offenen Belege führen. |
| Ungeklärte Herkunft | Debitoren mit einer Marktplatz-Kundennummer, aber ohne erfasste Herkunft — Altbestand aus der Zeit vor der Herkunftserfassung und Treffer auf eine Nummer aus einem anderen Import. Sie werden nie automatisch anonymisiert. |
| Dienstleister ohne Begrenzung | Versanddienstleister, die bei jeder Sendung Telefonnummer oder E-Mail-Adresse des Empfängers erhalten. |
Warum Debitoren nicht automatisch anonymisiert werden
Ein Debitor ist Ihr Stammdatensatz, kein Nebenprodukt des Imports. An ihm hängen gebuchte Rechnungen und Lieferungen, und was mit ihm geschieht, ist eine kaufmännische Entscheidung. merchantCENTRAL sagt Ihnen, welche Datensätze die Frist überschritten haben, und erledigt es auf Knopfdruck — aber nicht über Nacht.
Was beim Anonymisieren passiert
Geleert werden Name, Adresse, Telefon, E-Mail, USt-IdNr. und Marktplatz-Kundennummer auf dem Debitor und seinen Kontakten.
Gelöscht wird nichts. Der Debitor bleibt bestehen, damit gebuchte Rechnungen und Lieferungen weiter daran hängen können. Die Belege behalten ihre eigene Kopie der Adresse — dafür gilt die gesetzliche Aufbewahrungsfrist, und die ist in jeder Marktplatz-Richtlinie ausgenommen.
Gesperrt ist die Anonymisierung, solange ein offener Verkaufsbeleg oder ein offener Posten existiert. Eine unbezahlte Rechnung blockiert sie bis zum Ausgleich.
Debitoren, die es vorher schon gab
Ein langjähriger Firmenkunde, der einmal über einen Marktplatz bestellt, behält alles — seine Stammdaten kamen aus einer anderen Quelle. Nur die Marktplatz-Kundennummer wird entfernt. Der vom Import angelegte Käuferkontakt an diesem Debitor wird trotzdem anonymisiert: Dessen Daten kamen sehr wohl vom Marktplatz.
Läuft von selbst
| Kachel | Was passiert |
|---|---|
| Fällige Etiketten | Versandetiketten zugestellter Sendungen jenseits der Frist. Ein nächtlicher Auftrag leert Adresse, Kontaktdaten und die Etikett-, Retouren-, Zoll- und QR-Belege. |
| Fällige Bestelldaten | Marktplatz-Bestellungen jenseits der Frist. Derselbe Auftrag leert Käuferdaten, Rohdaten und Verarbeitungsprotokoll. |
Was bleibt: Sendungsnummer, Tracking-URL, Sendungsverlauf mit Zeiten und Orten, Gewichte, Referenzen — und bei Bestellungen Nummern, Daten, Beträge und Status. Eine Sendung bleibt nachvollziehbar, nachdem ihr Empfänger nicht mehr daraus zu lesen ist.
Etikett-PDFs sind danach weg
Nach Ablauf der Frist lässt sich kein Retourenetikett mehr aus dem Archiv ziehen. Wenn Sie Etiketten länger brauchen, setzen Sie die Frist höher — das ist Ihre Entscheidung und Ihr Risiko gegenüber der Marktplatz-Richtlinie.
Aufbewahrungsfristen
| Frist | Zählt ab | Standard |
|---|---|---|
| Aufbewahrung Stammdaten | letzter Auftrag, letzter gebuchter Posten oder Anlage durch den Import — je nachdem was später liegt | 30 Tage |
| Aufbewahrung Versandetiketten | Zustellung laut Tracking-Ereignis; ohne Zustellmeldung das letzte Lebenszeichen der Sendung | 30 Tage |
| Aufbewahrung Bestelldaten | Bestelldatum einer abgeschlossenen Bestellung | 30 Tage |
| Aufbewahrung unfertiger Bestellungen | Bestelldatum, Import-Stempel oder Anlagezeitpunkt | 90 Tage |
Die 30 Tage sind der Vorschlag der Marktplatz-Richtlinien, keine gesetzliche Pflicht. Kürzer ist immer zulässig. Länger ist Ihre Entscheidung.
Warum unfertige Bestellungen länger behalten werden
Eine im Import hängengebliebene Bestellung ist keine Ausnahme von der Frist, nur ein Grund, länger zu warten, bevor man sie für erledigt erklärt.
Aktionen
| Aktion | Wirkung |
|---|---|
| Debitoren-Stammdaten anonymisieren | Anonymisiert alle Debitoren, deren Frist abgelaufen ist. Mit Rückfrage und Ergebnismeldung. |
| Zugestellte Versandetiketten jetzt bereinigen | Startet den nächtlichen Lauf sofort. Nützlich für einen Nachweis-Screenshot. |
| Einstellungen der Versanddienstleister | Öffnet die Dienstleisterliste, in der Sie je Dienstleister entscheiden, wann Empfängerdaten weitergegeben werden — siehe Versanddienstleister-Karte. |
Die Erinnerung auf dem Dashboard
Sobald etwas auf eine Entscheidung wartet, meldet sich das Dashboard einmal beim Öffnen. Die Meldung lässt sich um 30 Tage vertagen, aber nicht dauerhaft abschalten: Eine Marktplatz-Richtlinie ist nichts, was man endgültig wegklickt. Bis wann sie still bleibt, steht im Cockpit.
Die fälligen Etiketten und Bestelldaten zählen dort bewusst nicht mit — sie erledigen sich selbst, und eine Erinnerung an etwas, das ohnehin passiert, lehrt nur, Erinnerungen zu ignorieren.