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Routingregeln

Routingregeln ordnen Versandetiketten automatisch dem richtigen Drucker zu – z. B. „DHL-Etiketten aus Lager A immer auf den Zebra-Drucker in Lager A". Grundlage sind Versanddienstleister, Etikettenformat und Lagerort.

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  • Über die Suche: Druck-Routingregeln
  • Über die Druckservice-Einstellungen (Aktionsmenü des Teils → Navigieren) → Routingregeln

Aktivierung

Die Regeln wirken nur, wenn in den Druckservice-Einstellungen das Feld Routingregeln aktiviert gesetzt ist.


Felder

Feld Beschreibung
Priorität Reihenfolge der Auswertung (1–9999, Standard 100). Niedrigere Werte werden zuerst geprüft. Empfehlung: 10er-Schritte, damit später Regeln eingefügt werden können
Beschreibung Optionale Beschreibung des Regelzwecks
Anbietercode-Filter Versanddienstleister (z. B. DHL, DPD, GLS). Leer = alle
Hat Druckmethodenfilter Wenn gesetzt, gilt die Regel nur für Etiketten im Format aus Druckmethodenfilter
Druckmethodenfilter PDF oder ZPL. Nur sichtbar und bearbeitbar, wenn Hat Druckmethodenfilter gesetzt ist
Lagerortcode-Filter Lagerort des zugehörigen Verkaufsauftrags (bei Berichten: Lagerort des Belegs, siehe Hinweise). Leer = alle
Zieldrucker-Code Drucker, an den das Etikett geht, wenn die Regel passt (Pflichtfeld)
Aktiviert Ob die Regel aktiv ist. Neue Regeln sind aktiviert; deaktivierte werden übersprungen

Die Reihenfolge der Regeln ergibt sich allein aus der Priorität. Zum Umsortieren ändern Sie die Priorität.


Aktionen

Aktion Beschreibung
Drucker Öffnet die Druckerliste

Funktionsweise

Bei jedem neuen Versandetikett, das automatisch gedruckt wird, prüft der Print Service:

  1. Die aktivierten Regeln werden nach Priorität aufsteigend geprüft.
  2. Eine Regel passt, wenn alle gesetzten Filter zum Etikett passen (leere Filter = „egal").
  3. Der Zieldrucker muss taugen: aktiviert, gleiches Format wie das Etikett (ein PDF-Etikett geht nie an einen ZPL-Drucker) und Status Online oder Noch nicht geprüft. Ist er Nicht verbunden oder Fehler und Ersatz aktiviert gesetzt, wird ein Ersatzdrucker genommen (siehe Drucker).
  4. Taugt der Drucker einer passenden Regel nicht, wird die nächste passende Regel geprüft.
  5. Greift keine Regel, wird der Standard-Druckercode aus den Druckservice-Einstellungen verwendet – mit denselben Prüfungen.
  6. Findet sich gar kein Drucker, entsteht ein fehlgeschlagener Druckauftrag mit Begründung.
Neues Versandetikett (DHL, ZPL, Lager LAGER-2), „Ersatz aktiviert" ausgeschaltet
    ↓
Regel Prio 10: DHL + LAGER-1 → ZPL-LAGER1      passt nicht (Lagerort)
    ↓
Regel Prio 20: DHL + LAGER-2 → ZPL-LAGER2      passt, Drucker aber nicht verbunden
    ↓
Regel Prio 100: ZPL → ZPL-DEFAULT              passt, Drucker online
    ↓
→ Druckauftrag geht an ZPL-DEFAULT

Beispielkonfiguration

Priorität Anbieter Lagerort Methode Zieldrucker Beschreibung
10 DHL LAGER-1 ZPL ZPL-LAGER1 DHL-Etiketten in Lager 1 auf Zebra
20 DHL LAGER-2 ZPL ZPL-LAGER2 DHL-Etiketten in Lager 2 auf Zebra
30 DPD PDF PDF-VERSAND Alle DPD-Etiketten auf PDF-Drucker
100 ZPL ZPL-DEFAULT Alle anderen ZPL-Etiketten

Hinweise

Spezifische Regeln zuerst

Vergeben Sie spezifischen Regeln (mit mehreren Filtern) niedrige Prioritätsnummern und allgemeinen Regeln (Catch-All) hohe.

Versandetiketten und Berichte

Routingregeln gelten für Versandetiketten beim automatischen Druck und für Berichte aus Druckabonnements, die keinen festen Drucker haben oder Routingregeln verwenden. Für einen Bericht gelten nur Regeln ohne Versanddienstleisterfilter, und nur PDF-Drucker kommen in Frage. Beim manuellen Druck wählen Sie den Drucker selbst.

Lagerort bei Berichten

Bei einem Bericht wird der Lagerortcode-Filter mit dem Lagerort des Belegs verglichen. Das ist der Lagerort aus dem Belegkopf; steht dort keiner, zählt der eine Lagerort, den alle Zeilen mit Lagerort gemeinsam haben. Haben die Zeilen verschiedene Lagerorte, hat der Beleg keinen – dann greifen nur Regeln ohne Lagerortcode-Filter, sonst der Standarddrucker. Beim Lagerausgang und Umlagerungsausgang zählt immer der Kopf.