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Einrichtung (Referenz)

Die Seite MC Warehouse Client Einrichtung enthält alle globalen Einstellungen des Warehouse Clients. Sie ist die Referenz hinter dem Einrichtungsassistenten – hier ändern Sie Einstellungen auch nachträglich.

Öffnen: Suche (Alt+Q) → MC Warehouse Client Einrichtung – oder im Hub über die Erweiterungskarte des Moduls WAREHOUSE.

Die Seite besteht aus dem Bereich Warehouse-Client-Einstellungen, der Lizenz-Infobox und der Aktion Im Hub aktivieren. Derselbe Einstellungsbereich ist auch in die Erweiterungskarte des Hubs eingebettet – beide Ansichten zeigen immer dieselben Felder.

Globale Vorgaben vs. Terminal-Überschreibungen

Die hier gesetzten Werte sind globale Vorgaben. Einzelne Terminals können viele davon überschreiben (Module, Gewichts-/Serienpflicht, Mehrere Packstücke, Versandvorgaben, Bestätigungsmodus, Anzeigemodus). Siehe Terminals & QR-Kopplung.


Lagermodus & Warenausgang-Modus

Zwei Betriebsart-Schalter im Bereich Module bestimmen, wie kommissioniert und versendet wird.

Lagermodus (Warehouse Mode) – legt fest, welches der beiden Kommissionier-Module verfügbar ist. Sie schließen sich gegenseitig aus:

Wert Bedeutung Aktives Modul
Auftragskommissionierung (ohne BC-Lagerverwaltung) (Standard) Der Client bündelt Aufträge und pickt direkt gegen Aufträge, ohne BC-Lagerbelege. Kommissionierliste
BC-Lagerkommissionierung (mit Lagerverwaltung) Gepickt wird gegen BC-Lagerkommissionierungen. Kommissionierung

Kommissionier-Module folgen dem Lagermodus

Beim Umschalten deaktiviert BC automatisch das nicht passende Modul. Der Versuch, das falsche Modul zu aktivieren – global oder als Terminal-Überschreibung –, wird mit einer Fehlermeldung abgewiesen.

Warenausgang-Modus (Goods Issue Mode) – legt fest, woher der Warenausgang seine Arbeit bezieht:

Wert Was das Terminal tut Was gebucht wird
Gebuchte Lieferungen (Posted Shipments, Standard) Das Büro bucht die Lieferung vor. Das Terminal holt die nächste gebuchte, noch nicht gedruckte Lieferung der letzten 90 Tage, prüft sie Zeile für Zeile per Scan und erstellt das Versandetikett. Nichts – die Lieferung ist schon gebucht.
Verkaufsaufträge (Sales Orders) Das Terminal arbeitet direkt auf freigegebenen Aufträgen mit offener Menge. Teilmengen sind erlaubt. Nur die gescannten Mengen als Lieferung (keine Rechnung), danach das Etikett.
Lagerkommissionierungen (Inventory Picks) Die Kommissionierung pickt und meldet die Lagerkommissionierung nur als kommissioniert; der Warenausgang bestätigt die gepickten Mengen, erstellt das Etikett aus dem offenen Auftrag und bucht erst danach die Kommissionierung. Die Lagerkommissionierung (und damit die Lieferung) – erst, wenn das Etikett erstellt ist.

Lagerkommissionierungen braucht die BC-Lagerverwaltung

Der Modus Lagerkommissionierungen setzt den Lagermodus BC-Lagerkommissionierung (mit Lagerverwaltung) voraus; solange er aktiv ist, lässt sich der Lagermodus nicht zurückstellen. Scheitert das Etikett (z. B. Adressfehler beim Zusteller), wird nichts gebucht – Auftrag korrigieren und erneut versenden.

Welche Belege sieht ein Terminal? Grundsätzlich nur Belege seines Lagerorts. In den Modi Gebuchte Lieferungen und Verkaufsaufträge filtern zusätzlich die zugelassenen Zustelldienstleister des Terminals; Belege ohne Zusteller sieht jedes Terminal. Im Modus Lagerkommissionierungen gilt nur der Lagerort.

Mehrere Packstücke (Multi-Colli): Ist Mehrere Packstücke aktiviert gesetzt, bietet der Warenausgang im Modus Gebuchte Lieferungen den Packmodus: Artikel werden auf mehrere Packstücke verteilt, je Packstück entsteht ein eigener Paketschein.

Welcher Zusteller druckt das Etikett? Der Zusteller des Belegs hat Vorrang. Gehört zu ihm kein aktiver merchantCENTRAL-Versanddienstleister, schlägt die Etikettenerstellung fehl – es wird nicht still auf einen anderen Dienstleister ausgewichen. Nur wenn der Beleg keinen Zusteller trägt, gilt die Vorgabe des Terminals, dann die globale Vorgabe, zuletzt der einzige aktive Versanddienstleister. Eine Standard-Versandleistung wird nur verwendet, wenn sie zum selben Zusteller gehört.

→ Bedienung am Gerät: Warenausgang


Allgemein

Feld Standard Bedeutung
Automatische Zuweisung aktiviert (Auto-Assign Enabled) – Nächste Sendung nach Abschluss automatisch dem Terminal zuweisen
Zuweisungspriorität (Assignment Priority) FIFO FIFO / Versandfrist / Marktplatz-Priorität
Sperren-Timeout (Sekunden) (Lock Timeout (Seconds)) 300 Ablaufzeit einer Beleg-Sperre in Sekunden (60–3600)
Arbeitsbeginn (Workday Start Time) 08:00 Tagesbeginn für die Dashboard-Kennzahl Lieferungen pro Stunde; 00:00 zählt ab Tagesanfang

Terminal-Inaktivitätsminuten

Ab wann ein Terminal im Dashboard als inaktiv gilt (Standard 5 Minuten), stellen Sie nur im Einrichtungsassistenten ein – diese Seite zeigt das Feld nicht.

Scannen

Feld Standard Bedeutung
Seriennr.-Scan erforderlich (Require Serial No. Scan) An Seriennummern im Warenausgang einzeln scannen
Gewichtseingabe erforderlich (Require Weight Entry) – „Versenden" und Paketscheine erst mit einem Gewicht über 0 – in allen Warenausgang-Modi, im Packmodus je Packstück. Auch das aus Bruttogewichten plus Tara errechnete Gewicht zählt; eine Waage ist nicht Pflicht. BC prüft die Regel serverseitig noch einmal.

Scanprotokoll

Feld Standard Bedeutung
Scan-Protokoll aktiviert (Scan Log Enabled) An Barcode-Scans protokollieren
Scan-Protokoll-Aufbewahrung (Tage) (Scan Log Retention (Days)) 30 Aufbewahrungsdauer der Protokolle in Tagen (1–365)

Integration

Feld Bedeutung
Standard-Versanddienstleister (Default Shipment Provider) Vorgabe für die Etikettenerstellung (nur aktive merchantCENTRAL-Versanddienstleister); greift nur, wenn der Beleg keinen Zusteller trägt
Standard-Versandleistung (Default Shipment Service) Standard-Versandprodukt (z. B. CL, STANDARD) des gewählten Versanddienstleisters
Versandetikett automatisch erstellen (Auto-Create Shipment Label) Versandetikett automatisch nach dem Buchen erstellen

Module

Globale Aktivierung der 15 Module (je Terminal überschreibbar) sowie die beiden Betriebsart-Schalter:

Feld Standard Bedeutung
Lagermodus (Warehouse Mode) Auftragskommissionierung (ohne BC-Lagerverwaltung) Siehe oben
Warenausgang-Modus (Goods Issue Mode) Gebuchte Lieferungen Siehe oben
Blindzählung (Blind Count) An Erwartete Menge in der Inventur ausblenden; je Terminal überschreibbar

Aktivierungsschalter: Wareneingang aktivieren · Warenausgang aktivieren · Kommissionierliste aktivieren · Artikelsuche aktivieren · Lageraktivität aktivieren (Kachel Kommissionierung) · Reklamation aktivieren · Retoure aktivieren · Einlagerung aktivieren · Etikettendruck aktivieren · Artikelwägung aktivieren (Kachel Verwiegung) · Fotoerfassung aktivieren (Kachel Foto) · Umlagerung aktivieren · Inventur aktivieren · Einlagerung WMS aktivieren · Nachschub aktivieren.

→ Bedeutung der einzelnen Module: Warehouse Client – Überblick · Umlagerung, Inventur & Lagerplätze.

Funktionen

Feld Standard Bedeutung
Mehrere Packstücke aktiviert (Multi-Package Enabled) – Packmodus im Warenausgang (nur Modus Gebuchte Lieferungen, siehe oben)
Automatische Rechnung bei Sendung (Auto-Invoice on Shipment) – Wird vom Standard-Warenausgang nicht ausgewertet (er bucht nur Lieferungen); für kundenspezifische Erweiterungen

Kommissionierliste

Feld Standard Bedeutung
Kommissionierlisten-Modus (Pick List Mode) Einzelauftrag Einzelauftrag = eine Kommissionierliste je Auftrag · Stapel (Wave-Kommissionierung) = mehrere Aufträge in einer Liste
Kommissionier-Bestätigungsmodus (Pick Confirmation Mode) Keine (nur Anzeige) Wie eine Zeile der Kommissionierliste bestätigt wird: Keine (nur Anzeige) · Manuell (abhaken) · Barcode scannen · Menge eingeben. Je Terminal überschreibbar. Gilt nicht für das Modul Kommissionierung, das immer per Scan bestätigt.

Einlagerung

Feld Standard Bedeutung
Lagerplatz-Code-Muster (Shelf Code Pattern) ^[a-zA-Z][0-9]{2}[a-zA-Z][0-9]{2}([.-][a-zA-Z][0-9]{2})?$ Regulärer Ausdruck, dem die Regalnummer im Modul Einlagerung entsprechen muss. Leer = jeder nicht leere Wert wird akzeptiert.

Gewichtsgrenze Übergröße

Die Gewichtsgrenze Übergröße (kg) (Oversized Weight Threshold, Standard 30) für die Sperrgut-Warnung der Verwiegung ist derzeit auf keiner Seite sichtbar und gilt mit ihrem Standardwert.

Client-Verhalten

Feld Standard Bedeutung
Startmodul (Startup Module) Modulauswahl Modul, das die App beim Start öffnet (Modulauswahl = Hauptmenü)
Benutzeranmeldung erforderlich (Require User Login) An Module erst nach Anmeldung mit Ausweis + PIN freigeben
Anmeldemodus (Login Mode) Gerätekonto + Ausweis Gerätekonto + Ausweis (geteiltes Geräte-Konto, Ausweis + PIN; Windows und Android) ↔ Entra-Benutzer (pro Person) (eigenes Entra-Konto je Mitarbeiter, z. B. QR-Ausweis; nur Android/iOS, Windows fällt auf Ausweis zurück). Siehe Lizenzierung & Module
Windows-Client-Anzeigemodus (Windows Client Display Mode) Kiosk (Vollbild) Kiosk (Vollbild) = Vollbild ohne Titel- und Taskleiste; Fenster = normales Fenster mit Titelleiste. Je Terminal überschreibbar; Android läuft immer im Vollbild
Einstellungs-PIN (Settings PIN) Keine PIN gesetzt 4-stellige PIN für die App-Einstellungen. Über … setzen oder ändern; das Feld zeigt nur, ob eine PIN gesetzt ist
Entra Client-ID (MAUI App) (Entra Client ID (MAUI App)) – Client-ID der Entra-ID-App-Registrierung für die Geräteanmeldung; fließt in den QR-Code

Einstellungs-PIN: Die PIN wird nur als gesalzener Hash gespeichert. Nach 5 Fehlversuchen in der App ist die Eingabe 5 Minuten gesperrt. Die Aktion Einstellungs-PIN entfernen hebt den Schutz auf.

Lizenzierung (Compliance)

Feld Standard Bedeutung
Erworbene Gerätelizenzen (Purchased Device Licenses) 0 Gekaufte Microsoft-BC-Device-Lizenzen – nur für Ihre eigene Compliance-Übersicht (0 = nicht verfolgt)
Registrierte Terminals (Registered Terminals) – Anzahl angelegter Terminals; rot, wenn sie die erworbenen Gerätelizenzen übersteigt
Lizenzierte Terminals (merchantCENTRAL) (Licensed Terminals (merchantCENTRAL)) – Aktive Terminals im Verhältnis zur merchantCENTRAL-Terminalzahl („%1 von %2"); siehe Lizenzierung & Module

Aktionen

Aktion Wirkung
Im Hub aktivieren (Activate in Hub) Öffnet die Erweiterungskarte im Hub, auf der die Extension aktiviert wird (Lizenzprüfung und Demo-Registrierung laufen dort)
Scanprotokoll bereinigen (Cleanup Scan Log) Löscht Scan-Protokolle, die älter als die Aufbewahrungsdauer sind (mit Rückfrage)
Abgelaufene Sperren bereinigen (Cleanup Expired Locks) Entfernt abgelaufene Beleg-Sperren (mit Rückfrage)
Einstellungs-PIN entfernen (Remove Settings PIN) Hebt den PIN-Schutz der App-Einstellungen auf (mit Rückfrage)
Einrichtungsassistent (Setup Wizard) Öffnet den Einrichtungsassistenten
Terminals Öffnet die Terminalliste
Terminals lizenzieren / ändern (License / Change Terminals) Zusätzliche Terminals kaufen oder deren Anzahl ändern – siehe Lizenzierung & Module
Lagerbenutzer (Warehouse Users) Mitarbeiter für die Ausweis-Anmeldung verwalten, PIN setzen, Ausweise drucken
Client-App herunterladen (Download Client App) Öffnet die Download-Seite der App

Scan-Protokoll automatisch bereinigen

Automatisch bereinigt wird das Scan-Protokoll nur, wenn Sie einen Aufgabenwarteschlangenposten anlegen: Objekttyp Codeunit, Objekt-ID 73355160 („ALN MCWC Scan Log Cleanup"), z. B. täglich nachts. Die Extension legt diesen Posten nicht selbst an. Abgelaufene Sperren bereinigen hilft, wenn ein Terminal abgestürzt ist und eine Sperre „hängt".


Reklamationsgründe

Die Gründe für Retoure und Reklamation kommen aus der BC-Standardtabelle Reklamationsgründe (Return Reasons). Am Terminal erscheinen nur Gründe, bei denen das Feld Am Lagerterminal anbieten (Show on Warehouse Terminal) gesetzt ist.

  • Bei der Installation legt die Extension acht Gründe an: REFUSED, UNDELIV, WITHDRAW, WARRANTY, REPAIR, DEFECT, WRONGITEM, OTHER. Vorhandene Codes bleiben unverändert. Umbenennen, ergänzen oder ausblenden können Sie frei.
  • Der Grund wird in die Verkaufszeile übernommen – BC wendet dabei die Einstellungen des Grundes an (z. B. Standardlagerortcode, Lagerwert Null).
  • Ob eine Gutschrift oder eine Verkaufsreklamation entsteht, wählt der Mitarbeiter in der Retoure separat – es hängt nicht vom Grund ab.

→ Bedienung am Gerät: Retoure & Reklamation

Druck-Berichte

  • Lieferschein: Welcher Bericht gedruckt wird, steht im BC-Standard: Suche → Berichtsauswahl – Verkauf → Verwendung Lieferung. Eigene Berichte und Layouts – auch kundenspezifische unter Berichtsauswahl auf der Debitorenkarte – werden automatisch verwendet; ohne Eintrag gilt der Standard-Lieferschein.
  • Artikel-/Fachetikett ohne ZPL-Drucker: Bericht Artikeletikett (ALN MCWC Item Label, PDF mit Code-39-Barcode). Das Layout lässt sich in BC anpassen. Mit ZPL-Drucker erzeugt BC das Etikett direkt als ZPL.
  • Lagerbenutzer-Ausweis und Terminal-Einrichtungsblatt: siehe Lizenzierung & Module bzw. Terminals & QR-Kopplung.

Lizenz-Infobox

Die Einrichtungsseite zeigt zusätzlich die Infobox Lizenz mit dem Lizenzstatus des Moduls WAREHOUSE. Details: Lizenzierung & Module.


Nächste Schritte