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Terminals & QR-Kopplung

Ein Terminal ist ein registrierter Arbeitsplatz im Lager – ein fester Packtisch-PC oder ein mobiler Handheld-Scanner. Jedes Gerät arbeitet unter einem Terminal, das seine Drucker, erlaubten Versandagenten und Modul-Einstellungen festlegt.

Öffnen: Suche (Alt+Q) → MC Warehouse Terminals (Terminalliste). Die Liste ist auch direkt aus dem Dashboard erreichbar.


Terminal anlegen

  1. Terminalliste öffnen → Neu.
  2. Pflicht- und Basisfelder ausfüllen (siehe unten).
  3. Drucker und – falls gewünscht – erlaubte Versandagenten und Modul-Übersteuerungen setzen.
  4. Speichern. Das Terminal kann sich jetzt aus der App registrieren bzw. per QR koppeln.

Selbstregistrierung

Trägt ein Anwender in der App einen noch unbekannten Terminal-Code ein und verbindet sich, legt die App das Terminal automatisch als Workstation an. Für volle Kontrolle (Drucker, Agenten, Übersteuerungen) legen Sie Terminals dennoch vorab in BC an.


Felder

Allgemein

Feld Bedeutung
Terminal Code Eindeutiger Code (z. B. PACK-01, MOBILE-03) – Pflicht
Description Klartext (z. B. „Packtisch 1") – erscheint im App-Kopf
Location Code Zugeordneter Lagerort (steuert standortbezogene Zähler/Belege)
Terminal Type Workstation (fest) oder Mobile (Handheld)
Enabled Terminal aktiv – nur aktive Terminals erhalten Zuweisungen und zählen zum Limit

Status (nur Anzeige)

Feld Bedeutung
Active User ID Aktuell angemeldeter Benutzer
Last Activity Zeitpunkt der letzten Aktivität (steuert „online/inaktiv" im Dashboard)

Drucken

Feld Standard Bedeutung
ZPL-Drucker-IP IP-Adresse des ZPL-Thermodruckers (Zebra) für Etiketten
ZPL-Drucker-Port 9100 TCP-Port des ZPL-Druckers (1–65535)
PDF-Druckername Windows-Netzwerkdrucker für A4-Dokumente (Lieferscheine, PDF-Etiketten)
Etikett automatisch drucken Versandetikett nach dem Buchen automatisch drucken
Lieferschein automatisch drucken Lieferschein nach dem Buchen automatisch drucken

Diese Werte gelten für das Gerät

Der Client übernimmt sie beim Start – es sei denn, dort ist „Druckereinstellungen des BC-Terminals lokal überschreiben" gesetzt. Die beiden Schalter folgen immer der Terminalkarte; ein Druckername wird nur übernommen, wenn hier auch einer steht. ZPL-Drucker-IP und -Port wandern zusätzlich in den QR-Code, damit das Gerät schon nach dem Scan druckbereit ist.

Welcher Lieferschein gedruckt wird

Das steuert die BC-Berichtsauswahl: Suche → Berichtsauswahl – Verkauf → Verwendung Lieferung. Ein eigener Bericht oder ein eigenes Layout wird automatisch verwendet, auch eine kundenspezifische Auswahl auf der Debitorenkarte.


Modul-Übersteuerungen

Jedes der 15 Module lässt sich je Terminal überschreiben. Die Übersteuerungsfelder kennen drei Zustände:

Wert Wirkung
Use Global Setting Übernimmt die globale Vorgabe aus der Setup-Karte
Enabled Modul auf diesem Terminal immer an
Disabled Modul auf diesem Terminal immer aus

Übersteuerungsfelder – je Modul ein Feld „… überschreiben": Wareneingang, Warenausgang, Kommissionierliste, Artikelsuche, Lageraktivität, Reklamation, Retoure, Einlagerung, Etikettendruck, Artikelwägung, Fotoerfassung, Umlagerung, Inventur, Einlagerung WMS, Nachschub.

Kommissionier-Module folgen dem Lagermodus

Override Pick List = Enabled ist nur bei Lagermodus „Order Picking" zulässig, Override Warehouse Activity = Enabled nur bei „BC Warehouse Picks". Eine widersprechende Übersteuerung wird abgewiesen.

Verhaltens-Übersteuerungen:

Feld Bedeutung
Override Startup Module Start-Modul nur für dieses Terminal (leer = global)
Override Require Weight Entry Gewichtspflicht je Terminal
Override Require Serial No. Scan Serienscan-Pflicht je Terminal
Override Multi-Package Multi-Paket je Terminal
Override Auto-Create Label Automatische Etikettenerstellung je Terminal
Pick Confirmation Mode Bestätigungsart der Kommissionierung je Terminal (None / Manual / Scan / Menge)
Override Blind Count Blindzählung bei der Inventur je Terminal
Override Display Mode Windows-Fensterdarstellung je Terminal (Kiosk / Window)

Beispiel: Mobiler Scanner ohne Packtisch-Funktionen

Ein Handheld für den Wareneingang braucht z. B. keinen Warenausgang. Setzen Sie Override Goods Issue = Disabled und Override Goods Receipt = Enabled.


Versandvorgaben je Terminal

Feld Bedeutung
Default Shipment Provider Standard-Versanddienstleister dieses Terminals (leer = global)
Default Shipment Service Standard-Versandprodukt dieses Terminals (leer = global)

Erlaubte Versandagenten

Im Unterregister Allowed Shipping Agents der Terminalkarte beschränken Sie, welche Sendungen auf diesem Terminal erscheinen – anhand des Versandagenten (BC-Standard „Shipping Agent").

  • Leer: Alle Versandagenten sind erlaubt – das Terminal sieht alle offenen Sendungen.
  • Gefüllt: Nur Sendungen mit diesen Versandagenten werden angezeigt und gezählt (Kachelzähler „Warenausgang").

Arbeitsteilung nach Dienstleister

Mit erlaubten Versandagenten teilen Sie die Packtische sauber auf – z. B. Terminal A für DHL-Sendungen, Terminal B für DPD. Das reduziert Suchzeiten und Fehlversand.


QR-Kopplung

Statt alle Verbindungsdaten von Hand einzugeben, koppeln Sie ein Gerät per QR-Code.

QR erzeugen: Terminalkarte/-liste → Aktion QR-Code anzeigen (Seite Terminal QR Code).

Der QR-Code enthält ausschließlich Konfiguration, keine Passwörter:

Feld im QR Inhalt
v Format-Version (2)
t Mandanten-ID (Azure AD)
c Entra Client ID (aus dem Setup)
e BC-Umgebungsname (z. B. Production)
o Unternehmens-ID (GUID des BC-Mandanten)
r Terminal-Code
l Lagerort-Code
p ZPL-Drucker-IP
n ZPL-Drucker-Port

In der App koppeln: Einstellungen → QR scannen. Die App übernimmt alle Felder automatisch und ist nach der Anmeldung einsatzbereit.

Voraussetzung Entra Client ID

Damit der QR-Code eine gültige Client-ID enthält, muss im Setup die Entra Client ID hinterlegt sein. Ohne sie schlägt die spätere Anmeldung fehl.

Anmeldung trotzdem interaktiv

Der QR-Code stellt nur die Verbindung her. Die Benutzeranmeldung erfolgt weiterhin interaktiv über Microsoft Entra ID (kein Passwort im QR).


Terminals überwachen & freigeben

  • Online/inaktiv: Das Dashboard zeigt, welche Terminals aktiv sind (anhand Last Activity und Terminal Idle Minutes).
  • Deaktivieren: Setzen Sie Enabled = Nein, um ein Gerät stillzulegen und einen Lizenzplatz freizugeben.
  • Hängende Sperre: Stürzt ein Terminal ab, lösen Sie verbleibende Sperren über Cleanup Expired Locks auf der Setup-Karte.

Nächste Schritte