Label erstellen
Der Create Shipment Label Dialog ermöglicht die Erstellung eines Versandlabels direkt aus einem Verkaufsauftrag.
Dialog öffnen
- Über den Verkaufsauftrag → Aktion Versandlabel erstellen
Felder
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Versanddienstleister | Auswahl des Providers (DHL, DPD, GLS, UPS, Rhenus). |
| Produkt | Versandprodukt (z. B. DHL PAKET, UPS Standard). |
| Gewicht (kg) | Paketgewicht – wird automatisch aus den Auftragszeilen berechnet und kann angepasst werden. |
| Zeilen nicht in diesem Label | Erscheint nur, wenn Auftragszeilen über ihre Artikelkategorie an einen anderen Versandpartner gebunden sind. Diese Zeilen sind nicht Teil des Labels (siehe unten). |
Ablauf
- Versanddienstleister und Produkt auswählen
- Gewicht prüfen (optional anpassen)
- Optional Prüfen klicken – Vorab-Validierung der Sendung (siehe unten)
- OK klicken – das Label wird beim Provider erstellt
- Die Sendungsverfolgungsnummer wird automatisch am Verkaufsauftrag hinterlegt
Nummer im BC-Standardfeld
Beim Buchen übernimmt die gebuchte Lieferung die Nummer in ihr Feld Sendungsverfolgungsnr. Soll sie zusätzlich im BC-Standardfeld Paketverfolgungsnr. stehen – etwa für den Shopify Connector von Microsoft –, schalten Sie Standardfeld Paketverfolgungsnr. füllen ein.
Zeilen, die nicht mit diesem Label reisen
Nicht jede Position eines Auftrags gehört ins Paket. Das Fahrrad geht mit der Spedition, das dazu verkaufte Schloss mit DHL – und das DHL-Label darf das Fahrrad weder wiegen noch verzollen noch als Kartoninhalt führen.
Dafür wird der Versandpartner an der Artikelkategorie hinterlegt: Artikelkategorien → Spalte Versandpartnercode, ebenso auf der Artikelkategorie-Karte in der Gruppe Versand. Die Zuordnung vererbt sich entlang der Kategorie-Hierarchie – eine Bindung auf „Fahrräder" gilt auch für „E-Bikes" darunter, solange die Unterkategorie nichts Eigenes sagt. Die Spalte Effektiver Versandpartner zeigt, was für eine Kategorie tatsächlich gilt.
Die Regel:
- Zeilen einer Kategorie mit Versandpartner reisen nur mit diesem Versandpartner. Ein Label jedes anderen Versandpartners lässt sie weg – aus dem Gewicht, dem Kartoninhalt, den Zollpositionen und den Versandregeln der Connectoren.
- Zeilen einer Kategorie ohne Versandpartner (und Zeilen ohne Kategorie) reisen mit jedem.
- Fehlt dem gewählten Versanddienstleister der Versandpartnercode, kann nichts unterschieden werden – dann reisen alle Zeilen mit.
Im Dialog zeigt das Feld Zeilen nicht in diesem Label, wie viele Zeilen ausgelassen werden und an welchen Versandpartner sie gebunden sind. Das Gewicht wird beim Wechsel des Versanddienstleisters entsprechend neu berechnet; Tara und manuelle Anpassungen bleiben erhalten.
Kein Label ohne Ware
Sind alle lieferbaren Zeilen an andere Versandpartner gebunden, wird kein Label erstellt – der Fehler nennt den Beleg und den gebundenen Versandpartner. Auch die Aktion Prüfen meldet diesen Fall. Ein Auftrag ohne lieferbare Artikelzeilen ist davon nicht betroffen.
Gilt auch für gebuchte Lieferungen
Entsteht das Label aus einer gebuchten Lieferung, gilt dieselbe Regel für deren Zeilen. Der Versandpartner der Kategorie muss kein merchantCENTRAL-Provider sein – eine in Business Central angelegte Spedition genügt.
Packstücke (Multi-Colli)
Unterstützt der gewählte Versanddienstleister Multi-Colli (z. B. DHL), erscheint im Dialog die Gruppe Packstücke — eine Liste zur Erfassung mehrerer Kartons pro Sendung. Für jeden Karton wird eine eigene Sendung mit eigener Sendungs-/Trackingnummer und eigenem Label erzeugt.
- Beim Öffnen ist ein Karton vorbelegt (Standard-Verpackung, Auftragsgewicht) und enthält bereits alle Auftragsartikel — für den Einzelpaket-Versand ist damit nichts weiter zu tun.
- Über Neue Zeile lassen sich weitere Kartons anlegen; die Auswahl eines Verpackungsmaterials füllt Maße und Tara automatisch.
Inhalt verteilen
Die Aktion Inhalt auf einer Kartonzeile öffnet den Editor „Karton-Inhalt verteilen":
- Alle Auftragspositionen sind vorbefüllt; je Artikel wird die Menge in diesem Karton eingetragen. Positionen, die über ihre Artikelkategorie an einen anderen Versandpartner gebunden sind, werden nicht angeboten.
- Die Spalte Verbleibend zeigt live, wie viel eines Artikels noch keinem Karton zugeordnet ist.
- Ein noch leerer Karton übernimmt beim Öffnen die offene Restmenge — zusätzliche Kartons werden also befüllt, indem vorherige reduziert werden.
- Das Kartongewicht wird aus dem Inhalt neu berechnet: Warengewicht (brutto-bevorzugt) + Tara des Verpackungsmaterials.
Zoll je Karton
Für internationale Sendungen wird die Zolldeklaration je Karton aus dessen Inhalt gebildet (Artikel, Menge, HS-Code, Ursprungsland, Wert, Gewicht) — jeder Karton reist mit der zu seinem Inhalt passenden Zollanmeldung.
Beim Bestätigen
- Beim Klick auf OK wird geprüft, ob die verteilten Mengen je Artikel der Auftragsmenge entsprechen; bei Abweichung erscheint eine Rückfrage. Zeilen, die an einen anderen Versandpartner gebunden sind, zählen dabei nicht.
- Es werden so viele Sendungen erstellt, wie Kartons erfasst sind; jede Trackingnummer wird am Auftrag hinterlegt.
Zentrale Packstück-Liste
Jeder Karton wird als Packstück in der zentralen Liste gespeichert (Inhalt, Gewicht, Maße, Tracking, Label) — Grundlage für Warehouse-Client, Nachdruck und Auswertungen.
Nach dem Versand: Verfolgung je Karton
Die hier erfasste Verteilung wird später ein zweites Mal ausgewertet. Reist eine Sendung in mehreren Kartons, verfolgt merchantCENTRAL jeden Karton einzeln und rechnet daraus zurück, wie viel jeder Auftragsposition beim Empfänger angekommen ist:
| Ort | Angabe |
|---|---|
| Inforegister Packstücke (Versandlabel-Karte) | Zustellstatus und Zugestellt am je Karton |
| Auftragszeile / Lieferscheinzeile | Zugestellte Menge und Vollständig zugestellt am |
Wer den Inhalt hier sorgfältig verteilt, sieht später also nicht nur, dass „die Sendung" unterwegs ist, sondern welche Artikel bereits beim Empfänger liegen. → Sendungsverfolgung je Karton
Aktion „Prüfen" (Vorab-Validierung)
Die Aktion Prüfen führt eine Vorab-Validierung der Sendung durch, ohne ein Label zu erstellen.
- Es wird kein Label erstellt und es entstehen keine Kosten.
- Validiert genau die im Dialog eingegebene Adresse, das Gewicht und die Maße.
- Probleme werden im Klartext mit Handlungshinweisen angezeigt.
So lassen sich Adress- oder Datenfehler erkennen, bevor ein kostenpflichtiges Label erzeugt wird.
Nicht jeder Dienstleister prüft selbst
Manche Versanddienstleister bieten keine Vorabprüfung an. In diesem Fall prüft merchantCENTRAL selbst, was von hier aus sichtbar ist: Name, Straße, Postleitzahl, Ort und Ländercode der Lieferadresse sowie das Gewicht — die Angaben, ohne die keine Sendung zustande kommt. Die Meldung nennt in beiden Fällen dasselbe: was gefunden wurde, oder dass nichts zu korrigieren ist.
Auch ohne Dialog: „Sendung prüfen" am Auftrag
Dieselbe Prüfung steht auf der Verkaufsauftrag-Karte und in der Verkaufsauftrag-Liste als Aktion Sendung prüfen (Gruppe Versand) zur Verfügung — ohne den Label-Dialog zu öffnen.
- Geprüft werden Lieferadresse und Paketdaten des Auftrags.
- Der Versanddienstleister wird automatisch aufgelöst (Versandpartner des Auftrags → MC-Standard-Provider → einziger aktiver Provider). Ist keiner ermittelbar, weist die Aktion darauf hin.
- Auch hier gilt: kein Label, keine Kosten.
Wann sich das lohnt
Vor einem Stapellauf über viele Aufträge. Eine unstimmige Adresse fällt so auf, bevor das Paket existiert — und nicht erst, wenn es bereits unterwegs ist oder das Label storniert werden muss.
Aktion „Label erstellen (1-Klick)"
Auf der Verkaufsauftrag-Karte und in der Verkaufsauftrag-Liste steht die Aktion Label erstellen (1-Klick) zur Verfügung.
- Erzeugt das Label sofort ohne den Dialog zu öffnen.
- Verwendet den Standard-Anbieter (Reihenfolge: Versandpartner des Auftrags → MC-Default-Provider → einziger aktiver Provider).
- Produkt wird automatisch aufgelöst, Shipping Rules werden angewendet.
Aktion „Labels erstellen (Batch)"
In der Verkaufsauftrag-Liste verarbeitet die Aktion Labels erstellen (Batch) alle markierten Aufträge in einem Lauf.
- Sammelverarbeitung mit Fortschrittsdialog.
- Abschließende Zusammenfassung (erstellt / übersprungen / fehlgeschlagen / Dokumente in der ZIP-Datei).
- Fehlertolerant: Ein fehlerhafter Auftrag stoppt den Lauf nicht.
- Am Ende werden alle erzeugten Unterlagen als eine ZIP-Datei ausgegeben.
Die gebündelte Ausgabe
Das Archiv enthält je Sendung alles, was mitgeht: Versandlabel, Retourenlabel, Nachnahmelabel, Zolldokument und QR-Code. Bei mehreren Packstücken liegt ein Label je Karton darin.
Warum gebündelt?
Browser lassen nur einen programmatisch gestarteten Download zu. Ohne Bündelung erhielte man von einem Lauf über 20 Aufträge nur das zuletzt erzeugte Label; die übrigen müssten einzeln aus der Versandlabel-Liste nachgeladen werden.
Steuerung über den Versanddienstleister
Ob die ZIP-Datei angeboten wird, entscheidet Label nach Erstellung öffnen auf der Karte des Versanddienstleisters – dieselbe Einstellung wie bei der Einzelerstellung. Ist sie ausgeschaltet, etwa bei Direktdruck über den Druckdienst, erzeugt der Lauf die Labels ohne Download.
Plattformweit
Die Aktionen Prüfen, Label erstellen (1-Klick) und Labels erstellen (Batch) gelten plattformweit für alle Shipment-Connectors (DHL, DHL Express, DPD, GLS, UPS, Rhenus, Hermes) – nicht nur für DHL.