Einrichtungsassistent
Der Einrichtungsassistent (MC Warehouse Client Einrichtung) führt Sie in 7 Schritten durch die Erstkonfiguration des Warehouse Clients. Sie erreichen ihn über die Unterstützte Einrichtung in Business Central:
Suche (Alt+Q) → Unterstützte Einrichtung → Gruppe „AD merchantCENTRAL-Einrichtung"
→ merchantCENTRAL: Warehouse Client einrichten.
Alternativ öffnen Sie ihn auf der Einrichtungsseite über die Aktion Einrichtungsassistent.
Hub zuerst einrichten
Beim Öffnen prüft der Assistent über den Platform-Guard, ob der merchantCENTRAL Hub bereits eingerichtet ist. Ist das nicht der Fall, werden Sie zur Hub-Einrichtung geleitet. Richten Sie also zuerst den Hub ein.
Voraussetzungen
- [ ] merchantCENTRAL Hub (≥ 2.73.0.0) eingerichtet
- [ ] Lizenz oder Demo für das Modul
WAREHOUSEverfügbar (die Demo lässt sich im Assistenten starten) - [ ] Entra-ID-App-Registrierung (Client-ID) für die Geräteanmeldung bereit
Schritt 1 – Willkommen
Übersicht und Voraussetzungen. Der Assistent listet auf, was bereitliegen sollte:
- Die merchantCENTRAL-Plattform (Hub) ist eingerichtet.
- Für das Warehouse-Client-Modul ist eine Lizenz oder Demo verfügbar.
- Die Entra-ID-App-Registrierung für den MAUI-Client.
Klicken Sie Weiter, um fortzufahren.
Schritt 2 – Lizenz
Zeigt den aktuellen Lizenzstatus des Moduls WAREHOUSE:
| Status | Bedeutung |
|---|---|
| Aktiv | Gültige Lizenz vorhanden – Modul kann aktiviert werden |
| Demo | Demo läuft – voller Funktionsumfang für 30 Tage |
| sonstige (z. B. Nicht registriert, Abgelaufen) | Keine Lizenz/Demo – Modul wird beim Abschluss nicht aktiviert |
Liegt weder Lizenz noch Demo vor, erscheint die Aktion Demo registrieren. Damit starten Sie eine kostenlose 30-Tage-Demo. Details: Kostenlose Demo starten.
Sandbox kostet nichts — braucht aber eine Demo
Eine BC-Sandbox wird nicht abgerechnet, und die Demo gilt dort nicht als verbraucht. Die Lizenz-/Demoprüfung selbst greift aber genauso wie im Produktivsystem: Ohne Lizenz oder laufende Demo arbeitet das Modul auch in der Sandbox nicht. Siehe Lizenzierung & Module.
Schritt 3 – Allgemein
Steuert die automatische Sendungszuweisung und die Sperrlogik:
| Feld | Empfehlung | Bedeutung |
|---|---|---|
| Automatische Zuweisung aktiviert (Auto-Assign Enabled) | An | Nach Abschluss einer Sendung wird dem Terminal automatisch die nächste zugewiesen |
| Zuweisungspriorität (Assignment Priority) | FIFO | Reihenfolge der Zuweisung: FIFO, Versandfrist (dringende zuerst) oder Marktplatz-Priorität |
| Sperren-Timeout (Sekunden) (Lock Timeout (Seconds)) | 300 | Sekunden, nach denen eine Beleg-Sperre automatisch verfällt (60–3600) |
| Terminal-Inaktivitätsminuten (Terminal Idle Minutes) | 5 | Minuten ohne Aktivität, ab denen ein Terminal im Dashboard als inaktiv gilt (1–60) |
Nur im Assistenten
Die Terminal-Inaktivitätsminuten gibt es nur hier – die Einrichtungsseite zeigt das Feld nicht. Zum Ändern den Assistenten erneut ausführen.
Schritt 4 – Module
Wählen Sie zuerst den Lagermodus und aktivieren Sie dann die global verfügbaren Module. Die Vorgabe gilt für alle Terminals und kann je Terminal überschrieben werden (Terminals).
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Lagermodus (Warehouse Mode) | Bestimmt das Kommissionier-Modell: Auftragskommissionierung (ohne BC-Lagerverwaltung) → Kommissionierliste, BC-Lagerkommissionierung (mit Lagerverwaltung) → Kommissionierung. Die beiden Module schließen sich aus; nur das zum Lagermodus passende lässt sich aktivieren. |
Der Assistent zeigt die 11 Kernmodule: Wareneingang, Warenausgang, Kommissionierliste, Artikelsuche, Kommissionierung (Schalter Lageraktivität aktivieren), Einlagerung, Reklamation, Retoure, Etikettendruck, Verwiegung (Artikelwägung aktivieren), Foto (Fotoerfassung aktivieren).
Weitere Einstellungen auf der Einrichtungsseite
Die Lagerplatz-/WMS-Module (Umlagerung, Inventur, Einlagerung WMS, Nachschub), den Warenausgang-Modus, die Blindzählung, den Anmeldemodus und den Windows-Client-Anzeigemodus stellen Sie anschließend auf der Einrichtungsseite ein. Siehe auch Umlagerung, Inventur & Lagerplätze.
Nur was gebraucht wird
Aktivieren Sie nur Module, die im Betrieb tatsächlich genutzt werden – jede deaktivierte Kachel verschwindet aus dem Hauptmenü der App und hält die Oberfläche aufgeräumt.
Schritt 5 – Scannen & Sendungsintegration
Scannen:
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Seriennr.-Scan erforderlich (Require Serial No. Scan) | Seriennummern müssen im Warenausgang einzeln gescannt werden |
| Gewichtseingabe erforderlich (Require Weight Entry) | „Versenden" erst mit einem Gewicht über 0 – errechnet oder gewogen (siehe Einrichtung) |
| Scan-Protokoll aktiviert (Scan Log Enabled) | Alle Barcode-Scans werden für Audit/Analyse protokolliert |
Sendungsintegration:
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Standard-Versanddienstleister (Default Shipment Provider) | Vorgabe für die Etikettenerstellung; auswählbar sind nur aktive merchantCENTRAL-Versanddienstleister |
| Standard-Versandleistung (Default Shipment Service) | Standard-Versandprodukt (z. B. CL, STANDARD) des gewählten Versanddienstleisters |
| Versandetikett automatisch erstellen (Auto-Create Shipment Label) | Nach dem Buchen einer Lieferung wird automatisch ein Versandetikett erzeugt |
Versandconnector erforderlich
Für die Etikettenerstellung muss der passende Versandconnector installiert und eingerichtet sein (z. B. DHL). Welcher Zusteller das Etikett tatsächlich druckt, bestimmt in erster Linie der Beleg – siehe Einrichtung (Referenz).
Schritt 6 – Warehouse Client (MAUI)
Verhalten der Geräte-App und Authentifizierung:
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Entra Client-ID (MAUI App) (Entra Client ID (MAUI App)) | Client-ID der Entra-ID-App-Registrierung für die Geräteanmeldung. Wird in den QR-Code übernommen – ohne sie schlägt die Anmeldung fehl. |
| Benutzeranmeldung erforderlich (Require User Login) | Module erst nach Anmeldung des Mitarbeiters mit Ausweis + PIN freigeben (empfohlen). |
| Einstellungs-PIN (Settings PIN) | 4-stellige PIN, die in der App den Zugriff auf die Einstellungen schützt. Über … setzen oder ändern; gespeichert wird nur ein gesalzener Hash. Das Feld zeigt nur PIN ist gesetzt bzw. Keine PIN gesetzt. |
| Startmodul (Startup Module) | Modul, das beim App-Start automatisch geöffnet wird. Modulauswahl = Hauptmenü. |
Über die Aktion Client-App herunterladen öffnen Sie die Download-Seite mit den Windows- und Android-Installern. Siehe auch Client-Installation & Updates.
PIN sicher hinterlegen
Die Einstellungs-PIN verhindert, dass Lagerpersonal die Geräte-Konfiguration verändert. Vergeben Sie eine PIN und teilen Sie sie nur Administratoren mit. Entfernen lässt sie sich auf der Einrichtungsseite mit Einstellungs-PIN entfernen.
Schritt 7 – Abschluss
Eine Zusammenfassung zeigt Lizenzstatus, Anzahl aktivierter Module und den konfigurierten Standard-Versanddienstleister. Mit Fertigstellen werden die Einstellungen gespeichert. Ist das Modul lizenziert oder läuft eine Demo, wird der Warehouse Client automatisch aktiviert.
Nicht lizenziert?
Wird ohne Lizenz/Demo abgeschlossen, werden die Einstellungen zwar gespeichert, das Modul bleibt aber inaktiv. Registrieren Sie eine Demo oder Lizenz und aktivieren Sie die Extension anschließend über Im Hub aktivieren auf der Einrichtungsseite.
Nach dem Assistenten
- Einrichtungsseite vervollständigen – Warenausgang-Modus, WMS-Module, Anmeldemodus usw. → Einrichtung (Referenz)
- Lagerbenutzer anlegen – Mitarbeiter mit Ausweisbarcode und PIN. → Lizenzierung & Module
- Terminals anlegen – je Packtisch/Scanner ein Terminal mit Druckern und ggf. zugelassenen Zustelldienstleistern. → Terminals & QR-Kopplung
- Geräte koppeln – QR-Code je Terminal anzeigen oder Einrichtungsblatt drucken und in der App scannen. → Terminals & QR-Kopplung
- App verteilen – Windows/Android-Installer ausrollen. → Client-Installation & Updates
Nächste Schritte
- Einrichtung (Referenz) – alle Felder im Detail
- Terminals & QR-Kopplung – Geräte registrieren und koppeln
- Lizenzierung & Module – Demo, Lizenz und Freischaltung