Shopware 6 Gesperrte Preise
Die Liste Gesperrte Preise zeigt die Artikel, deren Verkaufspreis die Preisplausibilitätsprüfung nicht bestanden hat und die deshalb nicht an Shopware 6 übertragen wurden.
Hintergrund: Ein eingestelltes Produkt ist nach den B2B-AGB bereits ein verbindliches Angebot — der Vertrag kommt mit dem Absenden der Bestellung zustande. Ein falscher Preis wäre damit sofort bindend. Die Prüfung verhindert deshalb, dass ein unplausibler Verkaufspreis überhaupt in den Shop gelangt: Der Artikel wird übersprungen und behält seinen bisherigen Shop-Preis, der restliche Lauf läuft normal weiter.
Die Liste ist kein Protokoll, sondern der aktuelle Stand: Eine Zeile verschwindet automatisch, sobald der Artikel die Prüfung wieder besteht.
Seite öffnen
- Über die Suche: Shopware 6 Gesperrte Preise
- Über das Shopware 6 Dashboard → Aktion Gesperrte Preise
- Über das Dashboard per Klick auf die Zeile Gesperrte Preise in der Karte Wartet auf Sie
Die drei Regeln
Alle Beträge werden netto und in der Verkaufswährung des Shops verglichen — genau so, wie der Connector die Preise überträgt. Die Regeln werden in dieser Reihenfolge geprüft, der erste Treffer gewinnt.
| Regel | Greift, wenn … | Ausgeschaltet, wenn … |
|---|---|---|
| Verkaufspreis unter Einstandspreis | der Netto-Verkaufspreis unter dem Netto-Einstandspreis liegt | der Schalter aus ist oder der Artikel keinen Einstandspreis hat |
| Marge unter Minimum | die Handelsspanne (VK − EK) / VK kleiner ist als die eingestellte Mindestmarge |
die Mindestmarge 0 ist oder der Artikel keinen Einstandspreis hat |
| Abweichung zu hoch | der neue Preis weiter als erlaubt vom zuletzt veröffentlichten Preis abweicht — in beide Richtungen | die Grenze 0 ist oder für den Artikel noch nie ein Preis veröffentlicht wurde |
Die Grenzwerte stehen in der Shopware 6 Einrichtung und können je Shop auf der Shop-Karte überschrieben werden. Die Prüfung ist im Auslieferungszustand ausgeschaltet.
Felder
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Artikelnr. | Der Artikel, dessen Verkaufspreis nicht veröffentlicht wurde. |
| Beschreibung | Artikelbeschreibung aus Business Central. |
| Shop-Code | Der Shop, dessen Upload gesperrt wurde. |
| Grund | Die verletzte Regel. |
| Details | Die Zahlen hinter der Sperre in einem Satz. |
| Verkaufspreis (netto) | Der Preis, der veröffentlicht worden wäre. |
| Einstandspreis (netto) | Der Einstandspreis, mit dem verglichen wurde. |
| Marge % | Die Handelsspanne des neuen Preises. |
| Zuletzt veröffentlichter Preis (netto) | Der Preis, den der Connector zuletzt an den Shop übertragen hat. |
| Abweichung % | Abstand zwischen neuem und zuletzt veröffentlichtem Preis. |
| Eingestellte Grenze % | Der Grenzwert, an dem der Artikel gescheitert ist. Leer bei „Verkaufspreis unter Einstandspreis". |
| Geprüft am | Wann die Prüfung die Sperre zuletzt bestätigt hat. |
Aktionen
| Aktion | Beschreibung |
|---|---|
| Preissync wiederholen | Plant die markierten Artikel für die nächste Preissynchronisation ein und entfernt sie aus der Liste. Nötig, wenn die Korrektur nicht am Preis lag, sondern an den Grenzwerten: Die automatische Synchronisation nimmt einen Artikel sonst erst wieder auf, wenn sich sein Preis ändert. Besteht der Artikel die Prüfung weiterhin nicht, erscheint er sofort wieder. |
| Artikel | Öffnet die Shopware 6 Artikelkarte zur Prüfung und Korrektur. |
| Shopware 6 Einrichtung | Öffnet die Einrichtung mit den Grenzwerten der Prüfung. |
Typischer Ablauf
- Der Preissync meldet nach dem Lauf, dass Artikel nicht veröffentlicht wurden.
- Die Liste Gesperrte Preise öffnen und die Spalte Details lesen.
- Entweder den Preis in Business Central korrigieren — dann räumt sich die Zeile beim nächsten Lauf von selbst ab —
- oder, wenn der Preis korrekt ist, die Grenzwerte in der Einrichtung anpassen und Preissync wiederholen ausführen.
Siehe auch
- Einrichtung — die Grenzwerte der Prüfung
- Dashboard — Einstieg und Kennzahl Gesperrte Preise
- WorkQueue — Einzel-Preisupdates, die an der Prüfung gescheitert sind, tragen den Grund im Feld Zusatzinformation